Offense Passbehinderung

Wohl kein Call führt zu ähnlich großem Unverständnis wie die Offense Passbehinderung. Dabei ist das eigentlich ganz einfach: ein berechtigter Passempfänger darf jenseits der Neutralen Zone - also downfield - keinen Verteidiger blocken. Das gilt aber nicht nur unmittelbar beim Fangversuch, sondern vom Snap an. Beim folgenden Video einfach mal auf den Receiver achten, der unten vom Bildrand kommt. Obwohl er mit dem Fangen als solches nichts zu tun hat, blockt er - und das ist ein 15m-Foul.

 

Die Idee hinter der Regelung ist folgende: die Offense hat einen Vorteil, weil sie weiß, was für ein Spielzug folgen soll. Zum Ausgleich soll der Defense die Möglichkeit gegeben werden, aus dem Verhalten der Offensespieler entsprechende Rückschlüsse ziehen zu können. Wenn dann wie hier zu sehen ein Defender geblockt wird, kann er oder auch ein Mitspieler davon ausgehen, dass ein Laufspiel folgt. Und dann werden sich die Spieler u.U. ganz anders verhalten als bei einem Pass. Das ist hier zwar nicht zu erkennen, aber alleine dafür, dass die Offense durch das Blocken ein Laufspiel vortäuscht, liegt hier ein Foul vor.