Wie werde ich Schiedsrichter?

Um als Schiedsrichter aktiv sein können und im offiziellen Spielbetrieb eingesetzt zu werden, ist es erforderlich, im Besitz einer Schiedsrichterlizenz zu sein. Voraussetzungen für den Erwerb sind der jährliche Besuch eines Lehrgangs und das Bestehen einer schriftlichen Prüfung.

 

Grundsätzlich gibt es die fünf Lizenzstufen E, D, C, B und A. Begonnen wird mit dem E-Lizenz-Lehrgang, der sich - um dem umfassenden Stoff gerecht zu werden - über zwei Wochenenden erstreckt und mit einer schriftlichen Prüfung abschließt. Geht alles klar, besucht man in den beiden Folgejahren den D-Lehrgang (ab hier jeweils nur ein Wochenende), und nach zwei Saisons mit der D-Lizenz kann es dann zum C-Lehrgang gehen.

 

Die Landesverbände sind für die Lehrgänge bis zur B-Lizenz zuständig, wobei alle wesentlichen Inhalte bundesweit übereinstimmen. Lediglich bei verbandstypischen Eigenarten wie z.B. den Crewstärken auf dem Feld kann es entsprechende Anpassungen geben. Die Durchführung der A-Lizenz-Lehrgänge wird auf Bundesebene geregelt.

 

Motivation, gute Ergebnisse bei den Lizenzprüfungen, ein entsprechendes Auftreten auf dem Feld und eine Mindestanzahl an Spielen vorausgesetzt, kann nach mind. zwei Jahren mit der C-Lizenz vom Landesverband eine Einladung zum B-Lehrgang ausgesprochen werden. Und läuft mit der B-Lizenz alles glatt, kann nach weiteren drei Jahren eine Einladung zum A-Lehrgang erfolgen. Neben einer Einladung zum A-Lehrgang ist für die Zulassung  außerdem das Bestehen eines schriftlichen Vortests mit 50 durchaus kniffeligen Fragen erforderlich, der jedoch z.B. unter Zuhilfenahme des Regelbuches oder in Gruppenarbeit bearbeitet werden kann.

 

Das "Praktische" an den A- und B-Lehrgängen ist übrigens, dass man dort jeweils nur beim ersten Mal die schriftliche Prüfung bestehen muss - hat man eine der beiden Lizenzen, reichen Vortest und Teilnahme am Lehrgang, um die jeweilige Lizenz zu behalten. Zu den C- und D-Lehrgängen gehören die abschließenden Prüfungen immer dazu (dafür sind die Anforderungen bei A und B um einiges höher, und wer dort besteht, hat es dann auch "verdient", die Lehrgänge - zumindest was die Prüfungen angeht - etwas ruhiger angehen lassen zu können).