B-Lizenz

 

Die B-Lizenz stellt die höchste Lizenz-Stufe dar, die in der unmittelbaren Zuständigkeit der Landesverbände gelehrt und in Vertretung für den Bundesverband vergeben werden kann. Die Bundesschiedsrichterlehrordnung sieht hierzu vor, dass die Ausbildung im Bereich der B–Lizenz zweigeteilt ist. Für den erstmaligen Erwerb ist der Besuch eines Lehrgangs erforderlich, der mit dem erfolgreichen Bestehen einer schriftlichen Prüfung abschließt. B-Lizenz-Inhaber sind vom Ablegen einer Prüfung befreit, müssen aber als Zuölassungsvoraussetzung einen umfangreichen Vortest bestehen.

 

Aufgrund dieser Zweiteilung werden, auch auf dieser Lizenzstufe die Lehrgangsinhalte entzerrt, um eine Themenhäufung zu vermeiden. Teilnehmer am ersten Lehrgang („B-Lizenz“) werden dabei vorrangig mit komplexen Spielsituationen wie mehrfachen Ballbesitzwechseln oder mehrfachen Fouls vertraut gemacht, während sich B-Lizenz-Inhaber bei ihren Lehrgängen („B-Mechanics“) zunehmend mit außergewöhnlichen Situationen und Regelfragen befassen.

 

Es ist das grundsätzliche Ziel, dass ein B-Lizenz-Inhaber bereits im ersten Jahr ein Spiel als Referee eigenverantwortlich leiten kann. Dazu wird bezüglich der Mechanics erwartet, dass er alle Positionen angemessen ausfüllen kann. Ansprechende Leistungen vorausgesetzt, steht dann nach zwei Jahren mit der B-Lizenz der Weg zur A-Lizenz offen.